Gerüste für Dacharbeiten
Arbeiten am Dach gehören zu den gefährlichsten Tätigkeiten auf einer Baustelle. Bereits ab 3 Metern Absturzhöhe ist ein Dachfanggerüst gesetzlich vorgeschrieben – und selbst bei niedrigeren Gebäuden sorgt ein Gerüst für deutlich sichereres und effizienteres Arbeiten. Wir stellen Dachfanggerüste und Schutzgerüste für alle Arten von Dacharbeiten auf.
Dachfanggerüst und Dachschutzwand – was ist der Unterschied?
Beide schützen vor Absturz an der Dachkante, aber sie kommen in unterschiedlichen Situationen zum Einsatz:
Ein Dachfanggerüst ist ein Gerüst mit einer Fanglage unterhalb der Traufkante, das Personen oder Material bei einem Absturz auffängt. Es wird eingesetzt, wenn direkt an der Traufe gearbeitet wird – zum Beispiel beim Erneuern von Dachrinnen oder Traufblechen. Die oberste Gerüstlage liegt maximal 1,50 m unter der Dachkante, die Belagbreite beträgt mindestens 60 cm.
Eine Dachschutzwand ragt als Seitenschutz mit Netz- oder Geflechtfüllung über die Traufkante hinaus, typisch 80–100 cm. Sie kommt zum Einsatz, wenn weiter oben auf der Dachfläche gearbeitet wird und der Schutz an der Dachkante ausreicht. Je nach Dachneigung und Arbeitshöhe planen wir die passende Variante – oder kombinieren beide.
Wann welche Sicherung nötig ist
Die erforderliche Absturzsicherung hängt von der Dachneigung ab:
- Flacheres Dach (bis 22,5°): Seitenschutz an den Dachkanten – Geländerholm, Knieleiste und Bordbrett
- Steildach (22,5° bis 60°): Dachfanggerüst oder Dachschutzwand an der Traufe, ab 5 m Höhenunterschied zusätzliche Schutzwände auf der Dachfläche
- Sehr steiles Dach (über 60°): Sondermaßnahmen wie Fangnetze oder persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA)
Typische Einsatzbereiche
- Dachsanierungen und Neueindeckungen – mit Konsolverbreiterung für Materiallagerung (Ziegel, Dämmstoffe)
- Dachfenstereinbau (z. B. Velux, Roto)
- Dachrinnen und Traufbleche erneuern oder reparieren
- Schornsteinsanierung und -verkleidung
- Dachdämmung von außen (Aufsparrendämmung)
- Sturmschäden kurzfristig beheben
- Schneefanggitter nachrüsten
- Auch Teileinrüstungen für einzelne Dachseiten möglich
Praktische Hinweise für Bauherren
Wenn Sie als Hauseigentümer einen Dachdecker beauftragen, ist die Absturzsicherung oft nicht im Angebot des Dachdeckers enthalten – das Gerüst muss separat organisiert werden. Wir stimmen uns in solchen Fällen direkt mit Ihrem Dachdecker ab, damit Aufbau und Timing perfekt passen.
Bei einer Komplettsanierung mit Neueindeckung und Dämmung stehen Dachgerüste typisch 2–4 Wochen. Bei kleineren Reparaturen oder Dachrinnenarbeiten genügen oft wenige Tage. Auch bei kurzfristigen Einsätzen nach Sturmschäden sind wir oft innerhalb weniger Tage einsatzbereit.
Wenn alte Dachziegel entsorgt werden müssen, können wir eine Schuttrutsche am Gerüst anbringen – so werden die Ziegel sicher in den Container geleitet, ohne dass sie von Hand heruntergetragen werden müssen. Bei größeren Dachsanierungen lohnt sich auch der Einsatz einer Konsolverbreiterung auf der obersten Gerüstlage: Damit können Dachdecker Ziegel und Dämmstoffe direkt am Gerüst zwischenlagern, statt alles einzeln hochzutragen.
Für wen stellen wir Dachgerüste auf?
Unsere Kunden sind Dachdecker, Klempner und Schornsteinfeger, die regelmäßig Gerüste für ihre Arbeit brauchen, sowie Privatkunden, die Dacharbeiten an ihrem Haus durchführen lassen und das Gerüst selbst beauftragen. Wir kennen die Anforderungen der unterschiedlichen Gewerke und wissen, worauf es bei Dachfanggerüsten, Schutzwänden und Materiallagerung auf dem Gerüst ankommt.